Prinzenpaar in Marburg kann grundsätzlich jede Bürgerin und jeder Bürger werden – vorausgesetzt, das nötige Engagement an Zeit und Geld ist da.
Diese fünf Fragen bekommen wir immer wieder gestellt. Hier die Antworten.
Das Prinzenpaar ist in vielen Regionen das repräsentierende Oberhaupt der Narren – im Karneval, in der Fastnacht oder im Fasching. Gemeint ist immer das Gleiche, unterschiedlich ist nur die Bezeichnung. Die Analogie zum Adelstitel ist beabsichtigt und äußert sich auch in Handlungen und Erscheinungsbild.
Wer Interesse daran hat, einmal Prinz oder Prinzessin zu sein, meldet sich beim Präsidenten des Festausschuss Marburger Karneval. Im vertraulichen Gespräch werden Aufgaben, Aufwand und alles Weitere besprochen.
Die Amtszeit der Tollitäten beginnt mit ihrer Inthronisierung, also der Verleihung von Amt und Würden. In Marburg ist das am 11.11. eines jeden Jahres – in Gießen etwa erst Anfang Januar. Sie endet, wenn die nachfolgenden Tollitäten inthronisiert werden.
Als Regenten der fünften Jahreszeit repräsentiert das Marburger Prinzenpaar die Marburger Narren in und außerhalb der Stadt. In der Kampagne vom 11.11. bis Aschermittwoch kommen weit mehr als 70 Einsätze zusammen. Für die Dauer der Karnevalszeit werden die Tollitäten zu Personen des öffentlichen Lebens ihrer Stadt.
Es hat Tradition, dass das Prinzenpaar von einem Hofstaat oder Prinzengefolge begleitet wird – eine Persiflage auf die Hofbediensteten wirklicher Adelshäuser. Es gibt Hofnarren, Hofdamen, den Hofmarschall und andere Ämter. Die Mitglieder unterstützen das Prinzenpaar bei repräsentativen Pflichten, meist kommen organisatorische Aufgaben dazu.
Ob und welche Hofbediensteten das Prinzenpaar begleiten, wird im Bewerbungsgespräch geklärt; die Amtszeit ist dieselbe. Wo dieser Brauch stattfindet, wird er ernsthaft durchgeführt – für die Beteiligten ist es eine besondere Ehre.
Zur eigenen Veranstaltung des Prinzenpaares werden befreundete Prinzenpaare, Karnevalsvereine und persönliche Freunde eingeladen. In einem bunten, kurzweiligen Programm verbringen wir gemeinsam einen Sonntagvormittag. Teilnehmen können alle – die Matinee ist eine öffentliche Veranstaltung.